Kiesabbau Dillingen

Projektinformationen

Projektzeitraum
2009
Auftraggeber und Bauherr
Skibowski GmbH & Co. KG

Für den im Dillinger Donauried geplante Kiesabbau sind erforderliche Abbauunterlagen für die behördliche Genehmigung zu erstellen.

Als erster Schritt wurde ein Vorkonzept erstellt und mit den betroffenen Behörden die planungsrechtlichen Rahmenbedingungen geklärt.

Auf dieser Grundlage und den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen wurde diese Umweltverträglichkeitsstudie, die Spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) und eine Eingriffs Ausgleichsbilanzierung erstellt. Die Ergebnisse fließen in die Abbauplanung ein.

Zum Schutz wild lebender Tier- und Pflanzenarten vor Beeinträchtigungen durch den Menschen sind auf gemeinschaftsrechtlicher und nationaler Ebene umfangreiche Vorschriften erlassen worden.

In der saP wird:

  • die artenschutzrechtlichen Verbotstatbestände die durch das Vorhaben erfüllt werden können, ermittelt und dargestellt
  • die naturschutzfachlichen Voraussetzungen für eine Befreiung

Zusammenfassung der Ergebnisse:

  • Das Kiesabbauvorhaben bedeutet einen Eingriff in die Natur und Landschaft. Mit dem geplanten Abbau werden die Potenziale Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Klima, Boden, Wasserhaushalt und das Landschaftsbild nachhaltig verändert.
  • Unter der Voraussetzung, dass im Planungsbereich befindliche Rohstoffe für den Wirtschaftskreislauf benötigt werden, ist der Abbau auf der überplanten Fläche gegenüber möglichen Alternativen unbedingt zu bevorzugen. Die Fläche liegt günstig und nah zum Kieswerk, sodass Beeinträchtigungen durch die Abbauvorgänge auf andere Beteiligte weitgehend minimiert werden können.
  • Die ökologische Wertigkeit der Flächen ist zudem gering, da es sich um intensiv genutzte Ackerflächen handelt, die keinerlei naturnahe Strukturen aufweisen. Zudem kann im Zuge der Renaturierung entlang der Glött ein breiter Uferstreifen zur Biotopvernetzung entwickelt werden.
  • Nach Durchführung des Vorhabens, kann bei Umsetzung der geplanten Rekultivierungsmaßnahmen sichergestellt werden, dass die Leistungsfähigkeit der Naturraumpotenziale gleichwertig wieder hergestellt und damit ausgeglichen sind.